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Überblick

Aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz – Liechtenstein erhöht sich die Bürokratie. Dazu haben wir 3 verschiedene Dokumente herangezogen:
a. Information des Kanton St. Gallen
b. Auszug aus dem Merkblatt Liechtenstein
c. Gesamtes Dokument

Zusammenfassung: Von jedem Grenzgänger aus der Schweiz (jegliche Nationalität) ist bis 30.06.2017 und auch bei jeder Neueinstellung von der Wohnsitzgemeinde eine Ansässigkeitsbestätigung einzuholen.

a. Zuständigkeit für Ansässigkeitsbescheinigungen natürlicher Personen
Das neue Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein findet seit dem 1. Januar 2017 Anwendung Am 20. Februar 2017 hat die Steuerverwaltung des Fürstentums Liechtenstein ein Merkblatt betr. die Besteuerung von Grenzgängern und Nichtgrenzgängern aufgrund des neuen DBA-FL/CH im Internet publiziert. Darin verpflichtet Liechtenstein die Arbeitgeber, einmalig eine aktuelle Ansässigkeitsbescheinigung von jedem Arbeitnehmer mit Wohnadresse in der Schweiz einzufordern. Auch bei jedem neu angestellten Arbeitnehmer mit Wohnadresse in der Schweiz und bei Adressänderungen von Arbeitnehmern muss der FL-Arbeitgeber eine Ansässigkeitsbescheinigung verlangen. Im Kanton St.Gallen gibt es aktuell rund 8500 Grenzgänger, die im FL arbeiten. Angesichts der hohen Anzahl Ansässigkeitsbescheinigungen, die bei den natürlichen Personen ausgestellt werden müssen, wurde in Abweichung von StB 158 Nr. 2 neu festgelegt, dass die Ansässigkeitsbescheinigungen generell vom Gemeindesteueramt auszustellen sind. Begehren um Ansässigkeitsbescheinigungen natürlicher Personen sind somit ab sofort dem zuständigen Gemeindesteueramt einzureichen.

Quelle: www.steuern.sg.ch/news/119/2017/02/zustaendigkeit-fuer-ansaessigkeitsbescheinigungen-natuerlicher-p.html

b. Merkblatt
betreffend die Besteuerung von Grenzgängern und Nichtgrenzgängern aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Liechtenstein und der Schweiz (DBA FL-CH)

2. Arbeitnehmer aus der Schweiz mit Arbeitgeber in Liechtenstein
2.1 Grenzgänger

4. Als Grenzgänger aus der Schweiz gelten Personen, die in der Schweiz ansässig sind und
- die in Liechtenstein einer unselbständigen Erwerbstätigkeit in der Privatwirtschaft nachgehen, und
- sich in der Regel an jedem Arbeitstag von ihrem Wohnsitz (Hauptsteuerdomizil) in der Schweiz an den Arbeitsort in Liechtenstein begeben

5. Als regelmässige Rückkehr wird die Rückkehr jeweils nach dem Ende des aktiven Arbeitstages verstanden. Vorausgesetzt wird damit grundsätzlich ein tägliches Pendeln über die Grenze.

2.5 Steuererhebung durch den liechtensteinischen Arbeitgeber

28. Es liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers, den Arbeitnehmer in Bezug auf die Grenzgängereigenschaft gemäss 2.1 zu befragen. Hierfür hat er die Ansässigkeit des Arbeitnehmers zu überprüfen. Als geeigneter Nachweis für eine Ansässigkeit in der Schweiz gilt eine aktuelle amtliche Bescheinigung der zuständigen Steuerbehörde in der Schweiz (Ansässigkeitsbescheinigung), welche vom Arbeitgeber zu nachstehenden Zeitpunkten verpflichtend einmalig einzufordern ist:
- nach Inkrafttreten des DBA FL-CH von jedem Arbeitnehmer mit Wohnadresse in der Schweiz innert eines halben Jahres ab Inkrafttreten,
- bei neu angestellten Arbeitnehmer mit Wohnadresse in der Schweiz nach Stellenantritt.

29. Liegen dem Arbeitgeber konkrete Hinweise auf eine Änderung der Ansässigkeit vor, insbesondere indem der Arbeitnehmer eine Adressänderung mitteilt, so ist der Arbeitgeber gehalten, erneut eine aktuelle Ansässigkeitsbescheinigung einzufordern.

c. Gesamtes Dokument

Hier kann das Dokument heruntergeladen werden: PDF herunterladen

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